Baris­ta: Es ist viel von Safe Sports die Rede. Was kön­nen Ver­ei­ne und Ver­bän­de hier in der Umset­zung tun?

Ron­ja Seitz: Safe Sport meint die Anstren­gung aller Sport­ver­ei­ne und ‑ver­bän­de, Schutz­maß­nah­men zu ergrei­fen, um den Sport­ver­ein zu einem (noch) siche­re­ren Umfeld für alle Betei­lig­ten zu machen.
Dazu zäh­len unter­schied­li­che Din­ge, bei­spiels­wei­se die Schaf­fung eines anony­men Hin­weis- und Mel­de­sys­tems, in dem Grenz­ver­let­zun­gen oder dis­kri­mi­nie­ren­de Fäl­le gemel­det wer­den kön­nen, eben­so die Prü­fung von Füh­rungs­zeug­nis­sen oder ande­ren Doku­men­ten. Wir sind selbst akti­ve Sport­le­rin­nen und Sport­ler und wol­len dazu bei­tra­gen, dass die Pro­zes­se gut abge­bil­det wer­den. Dar­aus ist well­playd ent­stan­den. Eine Soft­ware, die spe­zi­ell für ver­ant­wor­tungs­vol­le Ver­eins­füh­rung ent­wi­ckelt wur­de. Sie kann von Sport­ver­ei­nen und ‑ver­bän­den jeg­li­cher Grö­ßen­ord­nung genutzt wer­den, unab­hän­gig davon, wel­che Sport­art ange­bo­ten wird oder wie vie­le Mit­glie­der der Ver­ein hat.

Wer ist die Ziel­grup­pe im Verein?

Die Soft­ware rich­tet sich an die­je­ni­gen, die sich um die Ein­hal­tung der Safe-Sport-Regu­la­ri­en küm­mern. Das kön­nen Vor­stän­de, Ehren­amt­li­che oder eine kin­der­schutz­be­auf­trag­te Per­son sein. Mit well­playd haben sie ein Instru­ment an der Hand, das recht­li­che Vor­ga­ben auto­ma­ti­siert, stan­dar­di­siert und gleich­zei­tig nach höchs­ten Stan­dards der Daten­si­cher­heit abbil­det. Das kön­nen alle oben genann­ten Pro­zes­se, wie etwa die Prü­fung von Nach­wei­sen und Füh­rungs­zeug­nis­sen, der Ein­ho­lung und Ver­wal­tung von Unter­schrif­ten oder dem Auf­bau eines siche­ren Mel­de­wegs für Fäl­le von Gewalt und Dis­kri­mi­nie­rung u.v.m. sein.So kön­nen Ver­ei­ne ihre Mit­glie­der (noch bes­ser) schüt­zen, Haf­tungs­ri­si­ken sen­ken und viel Zeit für admi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben sparen.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?

Wir sind seit Jah­ren in unter­schied­li­chen Rol­len in der Sport­ver­eins­land­schaft im Bereich “Kin­der­schutz und Kin­der­rech­te” unter­wegs und haben dort eini­ge Erfah­rungs­wer­te gesam­melt. Der Bedarf wur­de zudem von der Deut­schen Sport­hoch­schu­le in Köln ana­ly­siert und eva­lu­iert. Jani­na, die Grün­de­rin von well­playd, pro­mo­viert an der Sport­hoch­schu­le zum The­ma “Safe Sport”.
Wir wis­sen daher aus eige­ner Erfah­rung, wie wich­tig Sport­ver­ei­ne für die Ent­wick­lung von Kin­dern und Jugend­li­chen sind und wir wis­sen zugleich um die Her­aus­for­de­run­gen, denen sich Sport­ver­ei­ne heu­te zu stel­len haben, etwa durch Ehren­amts­man­gel und knap­pe Res­sour­cen. Jeder kennt doch das Stöh­nen: „Wann und wie sol­len wir das denn auch noch alles machen?!“ Wir wol­len den Sport daher bes­ser auf­stel­len und die Ver­ant­wort­li­chen gut und pra­xis­nah dabei unter­stüt­zen, ihrer Ver­ant­wor­tung gerecht zu werden.

Ihr seid jetzt auch Part­ner von TEAM Sport-Bay­ern. Wie habt ihr zusammengefunden?

Der Kon­takt kam über das TSB-Pro­jekt „Sport schafft Wer­te“ zustande.
Hier wur­de gleich sehr deut­lich, wie groß unse­re Schnitt­men­gen sind. Im Mit­tel­punkt steht dabei die tie­fe Über­zeu­gung, dass Sport einen nach­hal­tig posi­ti­ven Impact auf die Gesell­schaft haben kann. Vor­aus­set­zung dafür ist aller­dings, dass sich alle im Sport wohl und sicher füh­len kön­nen. well­playd kann und will hier­zu im Schul­ter­schluss mit TEAM Sport-Bay­ern und den TSB-Mit­glie­dern einen Bei­trag leis­ten. Wir sind da auf einem guten Weg. Jetzt gilt es, auch ande­re davon zu über­zeu­gen und zu begeistern.


well­playd gewährt Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen von
TEAM Sport-Bay­ern 10 % Rabatt auf die Basis-Lizenz.

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