Netz­werktref­fen in Nürn­berg: Aus­tausch, Wis­sen und star­ke Verbindungen

Am Sams­tag, den 11. April 2026, fand in Nürn­berg das Netz­werktref­fen inner­halb des Pro­jek­tes „Sport schafft Wer­te“ statt. Bei bes­tem Früh­lings­wet­ter kamen enga­gier­te Teil­neh­men­de zusam­men, die sich gemein­sam zu aktu­el­len The­men der Demokra­tie­bil­dung im Sport austauschten.

Nach einer kur­zen Vor­stel­lungs­run­de star­te­te der gemein­sa­me Tag mit einem inter­ak­ti­ven Fach­vor­trag zum The­ma Isla­mis­mus. Refe­rent war der Haupt­an­sprech­part­ner der Prä­ven­ti­ons­stel­le Isla­mis­mus des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz Fabi­an Schmid­mei­er, der als Nah­ost- und Islam­wis­sen­schaft­ler fun­dier­te Ein­bli­cke geben konn­te. Durch sei­ne eige­ne sport­li­che Erfah­rung im Kick­bo­xen und Muay Thai ent­stand schnell eine Ver­bin­dung zu den Teilnehmenden.

Im Mit­tel­punkt des Vor­trags stan­den zunächst die Auf­ga­ben der Prä­ven­ti­ons­stel­le, die seit 2015 ins­be­son­de­re im Bereich der Radi­ka­li­sie­rungs­prä­ven­ti­on tätig ist und Schu­lun­gen für Poli­zei und Lehr­kräf­te durch­führt. Es folg­ten grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen zum Islam sowie eine Ein­ord­nung des Isla­mis­mus als poli­ti­sche Ideo­lo­gie, deren Ursprün­ge im Kon­text der Kolo­ni­al­zeit lie­gen. Auch zen­tra­le Strö­mun­gen wie die Mus­lim­bru­der­schaft, lega­lis­ti­scher Isla­mis­mus sowie Wah­ha­bis­mus und Sala­fis­mus wur­den beleuch­tet. Beson­ders hilf­reich waren dabei pra­xis­na­he Bei­spie­le und Schlüs­sel­be­grif­fe, die es ermög­li­chen, ent­spre­chen­de Sprach­mus­ter im All­tag zu erkennen.

Die Teil­neh­men­den waren sich einig: Das The­ma war so viel­schich­tig und span­nend, dass es pro­blem­los einen gan­zen Work­shop oder sogar meh­re­re Tage hät­te fül­len können.

Nach einer stär­ken­den Mit­tags­pau­se rück­te die Pro­jekt­ar­beit in den Fokus. Eva Straub stell­te das Pro­jekt „Sport schafft Wer­te“ vor, das seit 2025 läuft und bereits ers­te erfolg­rei­che Teil­pro­jek­te her­vor­ge­bracht hat. Beson­ders erfreu­lich: Ers­te Sport­fach­ver­bän­de, dar­un­ter der Rin­ger- und Kick­box­ver­band, haben bereits Inter­es­se an einer Umset­zung bekun­det und pla­nen, zeit­nah eige­ne Maß­nah­men zu starten.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt lag auf dem Aus­tausch inner­halb des Netz­werks. Erfah­re­ne Demo­kra­tie­trai­ne­rin­nen und ‑trai­ner unter­stütz­ten aktiv die Teil­neh­men­den in Aus­bil­dung, etwa bei Fra­gen zu Gewalt­prä­ven­ti­ons­kon­zep­ten oder Sat­zungs­ent­wür­fen. Dabei zeig­te sich erneut, wie wert­voll die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung und der offe­ne Wis­sens­trans­fer inner­halb des Netz­werks sind.

Ergänzt wur­de das Pro­gramm durch die Vor­stel­lung eines Pra­xis­pro­jekts aus dem Tisch­ten­nis­sport sowie durch die Prä­sen­ta­ti­on der digi­ta­len Lehr­platt­form von TEAM Sport-Bay­ern. Die­se bie­tet Inter­es­sier­ten die Mög­lich­keit, sich fle­xi­bel und orts­un­ab­hän­gig mit wer­te­ba­sier­ten The­men im Sport aus­ein­an­der­zu­set­zen. Gleich­zei­tig wur­den Bedar­fe aus der Run­de gesam­melt, um die Platt­form kon­ti­nu­ier­lich weiterzuentwickeln.

Zum Abschluss des Tref­fens herrsch­te schnell Einig­keit über die The­men für das nächs­te Netz­werktref­fen. Das Fazit des Tages: Das Netz­werk lebt vom Enga­ge­ment sei­ner Mit­glie­der und bie­tet sowohl fach­lich als auch per­sön­lich einen ech­ten Mehr­wert für alle Beteiligten.